Amazons Alexa als Vertriebsunterstützung?

Intelligente Assistenten, wie Amazons Alexa, Apples Siri oder Google ziehen in immer mehr Haushalten ein.

Auf Zuruf kann man den Wetterbericht abrufen, nach der Uhrzeit fragen oder sich nach den Abfahrtszeiten der Bahn erkundigen.

Bei RockingBit experimentieren wir damit, ob sich diese digitalen Assistenten für die Beratung komplexer Produkte eignet.

Hierfür verwenden wir Amazons Echo Dot.

Amazon stellt für Entwickler ein umfangreiches Ökosystem zur Verfügung, mit dem man sogenannte Alexa Skills entwickeln kann.

Diese Skills werden dann vom Anwender für den Echo Dot konfiguriert und sind dann als neue Fähigkeit (Skill) nutzbar.

Damit Alexa weiß, welche Skill aktiviert werden soll, wird ein Schlüsselwort konfiguriert. Erkennt Alexa ein Schlüsselwort, werden die Daten an den entsprechenden Dienst weitergeleitet.

Hierbei werden die gesprochenen Daten in Text umgewandelt und an den entsprechenden Server geschickt.

Beispiel:

Alexa, frage Paketdienst, wann kommt mein Paket 4711 an?

Paketdienst ist hierbei das Schlüsselwort zur Auswahl des Skills
wann kommt mein Paket ist der sogenannte Intend, die eigentliche Frage.
4711 ist ein variabler Parameter, der an den Backend-Service übergeben wird.

Der Backend-Service sucht die entsprechenden Daten heraus und gibt sie in Textform an den Alexa-Dienst zurück. Dieser wandelt die Antwort in Sprache um und gibt sie an den Echo Dot zurück.

Durch bestimmte Markup-Angaben im Antworttext kann man die Antwort lebendiger erscheinen lassen.

Für die ersten Tests ist der Amazon Lambda Service sehr gut geeignet. Man muß dabei keine eigene Server Infrastruktur aufbauen, sondern nutzt die Lambda Funktion.

Hierbei lädt man eine entsprechende Jar-Datei hoch und verbindet diesen Lambda-Dienst mit der Alex-Skill.

Für einfache Sprach-Interaktionen ist Alexa schon ziemlich gut geeignet.

Bei komplexeren Aufgaben, z.B. bei der Wertpapierberatung, klappt es noch nicht ganz so gut.

Komplexe Dialoge folgen anderen Regeln als einfache Frage- / Antwort-Paare. Der Kontext des Dialogs muss beibehalten werden, falsche Angaben müssen korrigiert werden können.

So wurden mir statt eintausend Audi-Aktien in den Warenkorb gelegt, eintausend Audi auf die Einkaufsliste gesetzt.

Die Entwickler von Alexa hatten vermutlich so komplexe Interaktionen noch nicht auf dem Radar, bestimmt aber schon im Hinterkopf.

Gerade im Deutschland ist der Erwerb von Wertpapieren gesetzlich strengen Regeln unterworfen.

Einen Teil davon interaktiv und automatisiert durchzuführen wäre sowohl für Käufer, als auch für Berater eine enorme Erleichterung.

Zum Beispiel könnte Alexa einem Interessenten Informationen über Aktienverläufe, Risiken und Preise sagen und bei weiterem Interesse Produktinformationen per E-Mail versenden.

Im Prinzip kann Alexa bei richtig programmierten Skills und entsprechenden Backend-Daten durchaus aus Vertriebsunterstützung eingesetzt werden. Die Einsatzszenarien sind allerdings noch begrenzt und man muß sehr genau auf eine gute User-Experience achten. Cool ist es auf jeden Fall und hat sehr viel Potential für die nähere Zukunft.

Wir arbeiten weiter an diesem Thema und schauen, ob uns die anderen Angebote von Amazon auf dem Gebiet der künstlichen Intelligenz – wie Lex oder Amazon Polly – weiterbringen.

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